Durchführen der Therapie nach dem Verfahren der Paarsynthese
In fünf
Prozessabschnitten wird das Paar von den TherapeutInnen in seiner Arbeit
begleitet. Dabei hat die Paarsynthese ein schulenübergreifendes Verfahren entwickelt,
das eine Synthese aus tiefenpsychologischer, dialogischer und spiritueller
Arbeit darstellt. Ein wesentlicher Bestandteil dabei ist das Arbeiten an den
fünf Brücken zum Partner, zur Partnerin. Diese Brücken entsprechen den
folgenden fünf Dialogsäulen:
Körperdialog
Vollzieht sich im Ergreifen, Begreifen, Berühren und Anrühren. Sexualität ist
ein Teil davon. Dabei geht es nicht nur um die Fixierung auf Geschlechtsverkehr
und Orgasmus sondern um körperumfassende Zärtlichkeit, die schon mit Blicken
beginnt und in der körperlichen Vereinigung gipfeln kann.
Gefühlsdialog
Achtsames Empfinden und Zulassen von Schwäche, Trauer, Angst, Zorn,
Verzweiflung und Einsamkeit bis hin zu Leidenschaft, Begierde, Zärtlichkeit und
Hingabe. Es gehört zum Gefühlsdialog, Ausdrucksmöglichkeiten für all diese
Gefühle zu lernen.
Sprachdialog
Liebende brauchen Sprache für die Regelung des Alltages, die Verständigung der
Herzen, den Zweiklang der Seelen und den Rausch der Sinne. Sie üben in Therapie
und wöchentlichen Dialogabenden den Wechsel von Zuhören und Aussprechen.
Sinndialog
Beantworten Sie mit ihrem Partner die Frage, warum und wozu gerade Sie beide
sich im Leben getroffen haben? Dieser Frage mit Hilfe von Übungen nachzugehen
stärkt den Sinndialog jedes einzelnen Paares.
Zeitdialog
Zeit schenken = Liebe schenken. Zur Entwicklung der Gefühle und des Vertrauens
braucht das Paar Zeit. Wie viel Zeit investieren Sie bewusst in die Planung und
den Aufbau Ihrer Partnerschaft und in die Liebe? Zeitnotstand führt zu
Liebesnotstand.